

NEUROSENSE PERFORMANCE
Sportliche Leistung beginnt im Gehirn!
Dank moderner neuroanatomischer und neurophysiologischer Erkenntnisse verstehen wir heute immer besser, wie neuronale Prinzipien und Prozesse unsere sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen. Das Gehirn und das Nervensystem sind die unsichtbaren Architekten im Hintergrund, die sämtliche körperlichen Abläufe steuern und damit maßgeblich über Bewegungsqualität, Kraft, Koordination und Leistungsentwicklung entscheiden.
Eine zentrale – oft überraschende – Erkenntnis der Hirnforschung ist, dass das Gehirn nicht primär an sportlicher Höchstleistung interessiert ist. Sein oberstes Ziel ist Sicherheit und Überleben, nicht maximale Performance. Genau hier setzt die Neuroathletik an. Bleiben Trainingserfolge trotz Motivation, Disziplin und Trainingsfleiß aus, liegt das häufig nicht an mangelndem Potenzial, sondern an neuronalen Schutzmechanismen, die Leistung unbewusst begrenzen.
​
Das Gehirn verarbeitet kontinuierlich Informationen aus verschiedenen Sinnessystemen wie Sehen, Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Hören. Diese Reize werden integriert und führen anschließend zu einem motorischen, kognitiven oder emotionalen Output. Entscheidend dabei ist: Der Output ist immer nur so gut wie der Input.
Ein grundlegendes Prinzip der Neuroathletik lautet daher:
„Nichts passiert im Körper, ohne dass es vom Gehirn veranlasst und genehmigt wird.“
Dieses Gesetz gilt auch für Training, Anpassung und Leistungsentwicklung. Wenn Athlet:innen und Trainer:innen diese neuronalen Gesetze und Prinzipien berücksichtigen und gezielt in das Training integrieren, entsteht ein neuroathletisches Training, das Bewegungen effizienter, sicherer und leistungsfähiger macht.
​
Neuroathletik verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit Training und Therapie und schafft so die Grundlage für nachhaltige Leistungssteigerung, bessere Bewegungssteuerung und ein höheres Maß an körperlicher und mentaler Belastbarkeit.
Nur Überleben oder schon Leistung?
Unser Gehirn hat eine klare Priorität: das Sichern unseres Überlebens. Das ist beruhigend, bedeutet jedoch auch, dass sportliche Höchstleistungen für das Gehirn nicht systemrelevant sind. Aktivitäten wie Laufen, Krafttraining oder andere Sportarten gelten aus neurobiologischer Sicht nicht als lebensnotwendig, sondern werden primär unter dem Aspekt Sicherheit bewertet.
​
​
​
​
​
​
​
​
​
Im Laufe der Evolution haben wir zahlreiche Überlebensreflexe entwickelt – jedoch keine spezifischen Reflexe für sportmotorische Fähigkeiten. Diese Reflexe laufen unbewusst im Hintergrund ab und stabilisieren unsere willkürlichen Bewegungen. Von den über 15 Millionen Nervenfasern im menschlichen Körper sind rund 90 % für autonome Prozesse zuständig, während nur etwa 10 % bewusst gesteuerte Bewegungen kontrollieren. Damit wird deutlich, wie stark Reflexe und unbewusste neuronale Prozesse die Bewegungsqualität beeinflussen.
Die Qualität einer Zielbewegung hängt maßgeblich vom reflexiven System ab – einem System, das während der Bewegung nicht bewusst korrigiert werden kann. Entscheidend ist dabei die Vorhersagequalität des Gehirns, die wiederum von der Qualität der sensorischen Informationen aus allen Sinnesorganen abhängt. Bewertet das Gehirn eine Situation als sicher, kommt es zu positiven Anpassungen wie effizienter Bewegung, stabiler Koordination und optimaler Kraftentfaltung. Wird eine Situation hingegen als unsicher eingestuft, reagiert der Körper mit erhöhter Muskelspannung, eingeschränktem Sichtfeld, beschleunigtem Herzschlag und gesteigerten Stoffwechselprozessen. Diese Reaktionen können sich in Schmerzen, Atemnot, Müdigkeit oder Schwindel äußern.
Auch der mentale Zustand eines Sportlers wird unmittelbar vom Gehirn beeinflusst. Angst ist dabei ein häufiges Warnsignal. Bleibt das Nervensystem dauerhaft in einem „Nicht-sicher-Zustand“, kann dies langfristig zu Angststörungen, depressiven Verstimmungen oder anderen psychischen Veränderungen führen.
Genau hier setzt die Neuroathletik an: Sie integriert neuronale Prinzipien und neurophysiologische Prozesse gezielt in Training und Therapie, um Sicherheit im Nervensystem zu schaffen und Leistung freizugeben.
Mit der NeuroSense Performance nach Mario Neuner bringen wir diese Erkenntnisse auf ein neues Niveau. Athlet:innen und Trainer:innen lernen, das Nervensystem gezielt anzusprechen, Bewegungen effizienter zu steuern und sowohl die körperliche als auch mentale Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. In Kombination mit der NeuroSense Therapie entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für Training, Regeneration und langfristige Performance.



