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NEUROSENSE THERAPIE

Unser Nervensystem bildet im Kern dessen, was wir sind!

Der menschliche Körper besteht aus vielen Organsystemen, die uns schützen, ernähren und in Bewegung halten. Doch ein System steuert alle anderen und prägt unser gesamtes Erleben: das Nervensystem. In der NeuroSense Therapie bei Limbic 8 steht dieses zentrale Steuerungssystem im Mittelpunkt. Es nimmt kontinuierlich Reize aus dem Körperinneren und der Umwelt wahr und entscheidet innerhalb von Sekundenbruchteilen, wie wir reagieren – ob wir springen, laufen, essen, uns fürchten oder entspannen. Auf dieser Basis entstehen Bewegung, Emotionen, Gedanken, Erinnerungen und Verhaltensmuster. Das Gehirn fungiert dabei als hochkomplexer Hochleistungsrechner. Über ein fein abgestimmtes Netzwerk aus Nervenbahnen und Nervenfasern, die den gesamten Körper durchziehen, werden Signale verarbeitet und in gezielte Reaktionen übersetzt. Dieses Netzwerk besteht aus Milliarden hochspezialisierter Zellen – den Neuronen. Sie feuern ihre Signale in Bruchteilen von Sekunden ab und bilden die Grundlage dafür, dass wir uns bewegen, denken, entscheiden, fühlen, sehen und hören können.

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Ein zentrales Prinzip der NeuroSense Therapie nach Mario Neuner ist die Neuroplastizität – die Fähigkeit des Nervensystems, sich durch gezielte Reize und Training anzupassen und zu verändern. Zwar werden viele neuronale Verbindungen bis etwa zum 25. Lebensjahr grundlegend ausgebildet, doch sie bleiben ein Leben lang formbar. Das Nervensystem passt sich kontinuierlich an neue Situationen, Belastungen und Erfahrungen an.

Diese neuronalen Anpassungen betreffen nicht nur Bewegungsprogramme wie Gehen, Laufen oder Springen, die automatisiert ablaufen, sondern auch Verhaltensweisen, Stressreaktionen und den Umgang mit emotionalen Situationen. Genau hier setzt die NeuroSense Therapie an: Durch gezielte Übungen und Reize wird das zentrale und periphere Nervensystem reguliert, um Sicherheit zu schaffen, Anpassungsfähigkeit zu verbessern und körperliche wie mentale Prozesse positiv zu beeinflussen.

 

Die NeuroSense Therapie eignet sich sowohl für Menschen mit neurologischen oder funktionellen Beschwerden, chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Stressfolgestörungen als auch für alle, die ihre Bewegungsqualität, emotionale Stabilität und Leistungsfähigkeit nachhaltig verbessern möchten.

Es liegt daran wie wir Informationen aufnehmen und idividuell verabeiten!

Die Hauptaufgabe unseres Gehirns ist es, das Überleben des Organismus zu sichern. Um dies zu gewährleisten, ist das Gehirn auf präzise Informationen aus den Sinnes- und Organsystemen angewiesen. Nur so kann es verlässliche Vorhersagen über kommende Situationen treffen. Denn aus neurobiologischer Sicht gilt: Wird eine Gefahr zu spät erkannt, ist eine Schutzreaktion nicht mehr möglich. Dieses Prinzip gilt nicht nur für äußere Bedrohungen, sondern auch für Bewegung. Kann das Gehirn eine Zielbewegung nicht sicher vorhersagen, etwa weil Informationen aus dem propriozeptiven System (Körperwahrnehmung) fehlen oder fehlerhaft sind, stuft es die Bewegung als potenziell gefährlich ein. Das resultierende Warnsignal kennen wir als Schmerz. Genau hier liegt die Ursache vieler chronischer Schmerzen, bei denen keine strukturellen Schäden oder Erkrankungen nachweisbar sind.

Bleiben solche Warnsignale über längere Zeit bestehen oder werden falsch interpretiert, kann dies nicht nur die Bewegung, sondern auch das psychische Wohlbefinden negativ beeinflussen. Nach Verletzungen oder Operationen kommt ein weiterer Faktor hinzu: Durch die Neuroplastizität lernt das Gehirn häufig neue motorische Muster, um Schmerzen zu vermeiden oder ein Gelenk zu schützen – klassisch sichtbar etwa beim Hinken. Problematisch wird es, wenn diese Schutzmuster nach abgeschlossener Heilung bestehen bleiben. Die ursprüngliche Zielbewegung wird dann durch ein neues motorisches Programm ersetzt, was langfristig zu Fehlstellungen, Überlastungen und Schmerzen in anderen Körperregionen führen kann. Im Leistungssport können solche minimalen Abweichungen entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein.

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Ein vergleichbares Prinzip gilt für emotionale Dysbalancen. Emotionen und Erinnerungen sind eng miteinander verknüpft: Erinnerungen können Emotionen auslösen, und Emotionen beeinflussen, wie Erinnerungen gespeichert werden. Dieser Prozess erfolgt über alle Sinnessysteme. Ein bestimmter Geruch, ein Geräusch, ein visueller Eindruck oder eine Berührung können uns unmittelbar in vergangene Situationen zurückversetzen – inklusive der dazugehörigen emotionalen Reaktion. Diese emotionalen Reaktionsmuster sind im Nervensystem ähnlich gespeichert wie motorische Programme und können ebenso automatisiert abgerufen werden. Auf diese Weise lassen sich Zustände wie chronischer Stress, innere Unruhe, Ungeduld, Aggression, aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken neurobiologisch erklären.

Die NeuroSense Therapie setzt genau hier an: Sie zielt darauf ab, das Nervensystem gezielt zu regulieren, fehlerhafte sensorische Informationen zu korrigieren und sowohl Bewegungs- als auch emotionale Muster neu zu organisieren. Ziel ist es, Sicherheit im Nervensystem herzustellen – als Grundlage für Schmerzreduktion, gesunde Bewegung, emotionale Stabilität und nachhaltige Leistungsfähigkeit.

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